Die Mozart-Gedenkstätte und die Multi-Media-Schau im Parterre des ehemaligen Pfleggerichts (Heute Mozarthaus) sind in erster Linie der Mutter und Schwester Wolfgang Amadeus Mozarts gewidmet. Hier erfährt man, warum sich St. Gilgen zu Recht das „Mozartdorf am Wolfgangsee“ nennen darf! Mozarts Großvater, Wolfgang Niclas Pertl, übte in den Jahren 1716 bis 1724 das Amt des Rechtspflegers in St. Gilgen aus. Er erbaute im Auftrag des Fürsterzbischofs von Salzburg, Graf Anton von Harrach, in den Jahren 1719-1720 das heutige Gerichtsgebäude. In diesem Haus wurde Mozarts Mutter Anna Maria Walburga Pertl am 25. Dezember 1720 geboren. 1724 starb ihr Vater und die Familie übersiedelte nach Salzburg. Mozarts ältere Schwester, Maria Anna Ignatia, „Nannerl“ genannt, wurde am 30. Juli 1751 in Salzburg geboren. Sie heiratete im Jahre 1784 einen Amtsnachfolger ihres Großvaters, den Pfleger Johann Baptist Berchtold zu Sonnenburg. Nannerl lebte hier bis zum Tod ihres Mannes im Jahre 1801.