Die römisch katholische Kirche soll der Sage nach auf einem Hügel in den Bergen gestanden sein. Nach den Ungareinfällen (Zerstörung) wurde sie an der jetzigen Stelle in gotischer Form neu erbaut und 1507 vom Weihbischof Bernhard von Passau geweiht. Martin Resch, der von 1668 bis 1704 Pfarrer von Vorchdorf und anschließend Abt von Kremsmünster war, begann mit der Barockisierung, die sich bis in das letzte Viertel des 18. Jahrhunderts hinzog. Die Kirche diente damals als Wallfahrtskirche "Maria Trost im Thale". Wesentlich prägte die Zeit des Protestantismus die Gemeinde. Schloss Eggenberg mit dem Prediger Pankraz Kögel war praktisch eine Hochburg des Luthertums. Dieser Prediger bestattete 138 Protestanten auf dem Viechtberg in Eggenberg und weitere 18 Tote in Feldern und Hausgärten. Bis in das 18. Jahrhundert wurden Personen ohne kath. Kennzeichen (Rosenkranz oder Beichtzettel) auf dem genannten Viechtberg "Kirchenbühel" beerdigt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung gehörte damals der neuen Lehre an. Es ist interessant, dass der Almfluss Protestanten und Katholiken trennte; das Gebiet östlich der Alm, weil zum Stift Kremsmünster gehörig, war katholisch. In späterer Zeit kehrten fast alle Vorchdorfer wieder zum katholischen Glauben zurück.